INKGE - Förderverein für ein neues Museumsprojekt in Immendingen

Der Ort Immendingen - nicht weit vom Ursprung der Donau- bietet eine große Anzahl kulturell und geschichtlich bedeutender Informationen, die auch für die breite Öffentlichkeit interessant  sein könnten.

 

Immendingen ist europaweit ein geologisch interessanter Ort: Hier versinkt die Donau und lässt ein komplett trockenes Flussbett zurück. Erst im Quelltopf im ca 15 km entfernt gelegenen Aach taucht das Wasser wieder auf.

 

Immendingen ist ebenfalls europaweit ein paläontologisch spannendes Gebiet:

es gehört weltweit zu einer der ersten Fundstätten des "Hipparion", des Urpferds, von dem diverse Skelette in einem Gräberfeld in Immendingen gefunden wurden, das heute allgemein als Fossilfundlagerstätte bezeichnet wird.Im Schnitt sind die Fossilien an die 10 Millionen Jahre alt und weisen nach, dass sich dieses Gebiet klimatisch in einer tropischen Zone befunden hat.

 

Die Industriegeschichte Immendingens weist mit der  Bohnerzverhüttung in der Amalienhütte in Bachzimmern und der Holzverarbeitung zu Holzkohle ein gutes Beispiel für Energiegewinnung und damit verbundene Landschaftsveränderung auf.

Die erste badische Maschinenfabrik setzte in der Region einen Markstein, die Geschichte des Werks reicht bis in die Gegenwart.

Sitz der Maschinenfabrik: das Untere Schloss.

Unteres Schloss in Immendingen

Am 28. Januar 2010 wurde der Förderverein INKGE gegründet. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Wander-und Museumskonzept für Immendingen zu schaffen.

Zentrum dieses Konzepts ist das Untere Schloss, das seit Jahren in einem Dornröschenschlaf liegt.

 

Bauhistorische Untersuchungen ergaben, dass das Schloss wahrscheinlich um 17oo  auf den Mauern eines niedergebrannten Gebäudes errichtet wurde.

 

Seine Bausubstanz ist in gutem Zustand und die Gemeinde hat sich im Frühjahr 2011 entschlossen, das Erdgeschoss dem Verein für ein Museum zur Verfügung zu stellen.

 

Im November 2012 wurde die Nutzungsvereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Förderverein INKGE geschlossen. Der Verein darf das Erdgeschoss des Schlosses nutzen, dort Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen durchführen.

Unser Verein

INKGE: Verein will Denkmäler schützen

Im Jahr 2011 hat sich der Verein vorgenommen, den ersten Weg aus der Reihe"Wandern und Wissen" einzurichten: ein bereits vom Schwarzwaldverein beschilderter Wanderweg ins Bachzimmerer Tal wurde mit Info-Tafeln bestückt:

Angefangen mit einer Übersicht über eiszeitliche Reliktpflanzen führt er über eine Station bei einem Schaukohlenmeiler, einer Übersicht über die Verhüttung in der "Amalienhütte", vorbei an der Verenakapelle, die sich um das geistige Wohl die Arbeiter im Tal kümmerte , zum Gasthaus "Flamme", das für deren leibliches Wohl zuständig war.

Der Rückweg in Richtung Immendingen führt vorbei an einer Tafel zum früheren Leben im Schweizertal und eine weitere informiert über den Federe - See.

Den Abschluss des Weges mit dem Namen "Auf den Spuren von Feuer und Erz"bildet ein Besuch am neuen Wassertretbecken, das in wenigen Wochen fertiggestellt werden wird.

 

 

Kostbare Funde der Forscher am Höwenegg

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Sparkasse zu sehen.

Kostbarkeiten des Höwenegg

 

Am 16. 3.2012 wurde die zweite Höwenegg- Aktuell-Ausstellung eröffnet:

In der Kundenhalle der Sparkassenfiliale in Immendingen  präsentiert das Museum für Naturkunde Karlsruhe gemeinsam mit dem Förderverein INKGE die spannenden Ergebnisse der letzten Grabungskampagne: seltene Knochen- und Zahnfragmente von Tieren, die erst jetzt eindeutig hier nachgewiesen werden konnten: Zahnfragmente des gefährlichen Raubtieres seiner Zeit, des Bärenhundes, der Scheinsäbelzahnkatze und der Säbelzahnkatze.

Beeindruckt waren die ersten Besucher der Ausstellung von den riesigen Kiefern des hornlosen Nashorns genauso wie von den Schädelknochen des Dreizehen-Urpferds.

Die Ausstellung ist klein, aber fein: zeigt sie doch einen Querschnitt aus der bisher erfolgriechsten Grabungskampagne im Jahr 2011.

In seiner Ansprache wies Professor Norbert Lenz besonders auf den Reichtum der Funde hin und merkte an, dass das neue Museum in Immendingen außerdem auch Schmetterlingsfunde zeigen könnte, deren Reichtum in dieser Region besonders bedeutend ist.

INKGE
Gartenstr. 6/1
78194 Immendingen

 

Telefon: +49 7462 7323

email:scharre.ute@mail.com

 

 

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